Coreboot 25.12: Unterstützt Intel Panther Lake, AMD Turin und MIPI-Kameras

Wichtige Punkte:
  • Unterstützung für neue Motherboards von ASUS, ASRock und Lenovo ThinkPad Laptops.
  • CFR-Framework zur Konfiguration der Firmware (Lüfter, iGPU) ohne Neukompilierung.
  • Unterstützung für den LPCAMM-Speicherstandard auf Intel Panther Lake-Plattformen.
  • Verbesserungen an MIPI-Kameras und am Debugging-Subsystem für Qualcomm SoC.
  • Die Speicherkapazität im SMMSTORE wurde auf 512 KB für UEFI-Variablen erhöht.

Coreboot-Vorschaubild

Vor einigen Tagen wurde es offiziell bekanntgegeben. Coreboot 25.12-VersionDie neue Version des Projekts, das eine Open-Source-Alternative zu proprietären BIOS- und Firmware-Systemen (UEFI) entwickelt, ist das Ergebnis dreimonatiger intensiver Arbeit. mehr als 750 Bestätigungen gesammelt (Commits) erstellt von 110 Entwicklern, darunter 21 neue Mitarbeiter, die dem Projekt beitreten.

Diese Version zeichnet sich durch die Implementierung von neue Laufzeitkonfigurationsschnittstellen, größere persistente Speicherkapazität, größere SMMSTORE-Kapazität, verbesserte Unterstützung für MIPI-Kameras auf Intel-Plattformen (IPU) und Unterstützung für Hardware der nächsten Generation.

Unterstützung für neue Motherboards und Prozessoren

Wie schon die Vorgängerversionen erweitert auch die neue Coreboot-Version die Liste kompatibler Hardware deutlich. In dieser VersionOffizielle Unterstützung wurde hinzugefügt für Motherboards für Endverbraucher, Workstations und Business-Laptops:

  • Consumer-Motherboards: ASRock Z77 Extreme4 und ASUS PRIME H610I-PLUS D4.
  • Lenovo-Laptops: ThinkPad T470s und T580.
  • Spezialisierte Hardware: Siemens MC EHL6 und Star Labs Starfighter (Arrow Lake 285H).
  • Serverplatinen und ChromeOS: Es wurden 6 Platinen hinzugefügt, die in Google-Rechenzentren und Chromebook-Geräten verwendet werden.
  • Im Bereich der Prozessoren (SoCs) wurde die vorläufige Unterstützung für AMD Turin, die nächste Generation von Hochleistungs-CPUs, hinzugefügt. Zudem wurden wichtige Verbesserungen für die Plattformen Intel Panther Lake und Qualcomm X1P42100 implementiert.

Laufzeitkonfiguration: Coreboot Forms Representation (CFR)

Eine der wichtigsten strukturellen Veränderungen ist die Übernahme des CFR-Rahmenwerks (Coreboot-Formdarstellung). Diese Technologie bietet eine einheitliche API wodurch Sie die Konfiguration ändern können. der Firmware ohne neu kompilieren zu müssen den Code oder einen vollständigen Speicherflash durchführen.

Durch CFR, Der Benutzer kann über Optionsmenüs Funktionen steuern. Hardware wie zum Beispiel:

  • Aktivieren oder Deaktivieren der iGPU (integrierte Grafik).
  • Manuelle Auswahl von Touchpanels oder Bildschirmen.
  • Erweiterte Steuerung von Lüftern und Temperaturprofilen.

Aktuell sind mehr als 40 Google-Motherboards auf dieses System umgestiegen und integrieren sich direkt in den UEFI-Variablenspeicher, um sicherzustellen, dass Änderungen auch nach einem Neustart erhalten bleiben.

Verbesserungen an Speichersteuerungen und Subsystemen

Der SMMSTORE-Controller, verantwortlich für die Verwaltung persistenter Speicherbereiche, die durch den Systemverwaltungsmodus (SMM) geschützt sind. Die Standard-Speichergröße wurde von 256 KB auf 512 KB erhöht. Diese Erweiterung ist unerlässlich für moderne Plattformen, die mehr Speicherplatz für UEFI-Variablen und komplexe Firmware-Konfigurationen benötigen.

MIPI-Kameras auf Intel-Plattformen

Coreboot hat die Art und Weise, wie Kameras in Intel-Laptops der nächsten Generation verwaltet werden, neu gestaltet. Die Unterstützung für MIPI-Kameras wurde verbessert (Mobile Industry Processor Interface), die herkömmliche USB-Kameras (UVCs) ersetzen. Im Gegensatz zu USB-Kameras senden MIPIs Rohdaten über eine serielle Schnittstelle (CSI) direkt an den in die CPU integrierten Bildsignalprozessor (ISP).

Version 25.12 optimiert die ACPI-Enumeration dieser Sensoren, um sicherzustellen, dass Betriebssysteme wie Windows und Linux den physischen Standort des Sensors (PLD) und seine statischen Daten (SSDB) korrekt identifizieren können.

Fortschritte bei den Architekturen von Qualcomm, AMD und Intel

Die Entwicklung für spezifische Architekturen hat mehrere Aktualisierungen erfahren:

  • Qualcomm X1P42100: Erweiterte Debugging-Funktionen wurden hinzugefügt, darunter das Laden von RAM-Dumps und die Verwendung der Application Processor Debug Policy (APDP). Unterstützung für USB Typ-C und Verbesserungen am Moving Display Subsystem (MDSS) wurden ebenfalls implementiert.
  • AMD Glinda und Faegan: Unterstützung für 10-Gigabit-Ethernet-Controller und USB4-Konfiguration über DeviceTree wurde hinzugefügt. Außerdem wurden die MTRR-Berechnungen vereinfacht, um die Bootzeiten zu verkürzen.
  • Intel Panther Lake: Unterstützung für den neuen LPCAMM-Speicherstandard (Low Power Compressed Attached Memory Module), Vorbereitung auf die ultradünnen Laptops, die dieses Format übernehmen werden.

Technische und Werkzeugänderungen

Für Entwickler hat sich auch die interne Infrastruktur von Coreboot weiterentwickelt. Die externen Tools wurden aktualisiert. wie beispielsweise Binutils 2.45 und ACPICA 20250807, während die veraltete nds32le-elf-Toolchain entfernt wurde.

In der Buchhandlung Mit libpayload wurde eine API hinzugefügt, um die Größe des physischen Speichers zu ermitteln. Zudem wurde die Unterstützung für den LZ4-Komprimierungsalgorithmus hinzugefügt. Schließlich wurden spezifische Treiber für Cirrus Logic-Audiocodecs (CS35L56 und CS42L43) implementiert und die ACPI-Unterstützung auf Systeme mit RISC-V-Architektur erweitert.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, können Sie schließlich die Details einsehen im folgenden Link.