Der kostenlose VP9-Video-Codec soll Mitte Juni verfügbar sein

Google plant, die Definition der Spezifikationen des VP9-Videocodecs am 17. Juni abzuschließen, damit er später in Chrome und dann in YouTube verwendet werden kann.

WebM ist Googles Projekt zur Befreiung von Videos aus dem Web, das heute unter den Einschränkungen der vorherrschenden proprietären Alternativen leidet. Derzeit enthält WebM mit VP8 codiertes Video und mit Vorbis Audio. Leider konnte WebM aus verschiedenen Gründen keine Alternative werden, die den heute vorherrschenden Videocodec gefährden würde: H.264.

Wer H.264 verwendet, muss derzeit Patentgebühren zahlen. Sein Nachfolger, HEVC alias H.265, folgt demselben Muster.

H.265 ist viel effizienter als H.264 und bietet eine vergleichbare Videoqualität mit der halben Anzahl von Bits pro Sekunde. Google und seine Verbündeten hoffen ihrerseits auf eine ähnliche Leistungssteigerung, indem sie vom aktuellen VP8-Codec auf VP9 umsteigen.

Da VP9 Videos effizienter als der VP8-Codec überträgt, wird der Umzug ein wichtiger Meilenstein für Videos im Web sein, insbesondere angesichts der Vielzahl von mit dem Internet verbundenen Mobilgeräten, die keine hohen Download-Geschwindigkeiten aufweisen.

Hoffen wir auf jeden Fall, dass VP9 nicht den rechtlichen Angriffen ausgesetzt ist, die VP8 (von Nokia) durchmachen musste, und die seine massive Nutzung weitgehend verhinderten.


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